Arbeitsgruppen

Das Institut für Anatomie verfügt über drei Arbeitsgruppen:

Die Arbeitsgruppe Barriere-Organewird von Peter König geleitet: Er analysiert den Ablauf von Immunantworten in der Lunge mit dem Fokus auf Zilien-tragende Zellen der Luftwege und Alveolar-Epithelzellen vom Typ II im Lungengewebe. Folgende Techniken werden eingesetzt: Explantation und Kultur von tierischem und menschlichem Lungengewebe, Multiphotonen-Mikroskopie von Lungengewebe in vivo. In der Arbeitsgruppe von Peter König stehen zudem Möglichkeiten zur ultrastrukturellen Untersuchung von Geweben mittels Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) und Rasterelektronenmikroskopie (REM) zur Verfügung; vergleichbare Einrichtungen befinden sich im norddeutschen Umfeld erst wieder am Standort Hamburg.

Der Arbeitsgruppenleiter ist Mitglied in folgenden Forschungsverbünden: Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“(PMI), BMBF-Projekt „Carbon Black“ im Rahmen von NanoCare, Deutsches Zentrum für Lungenforschung und im internationalen Graduiertenkolleg „Regulation von Entzündung im Rahmen von Allergie und Infektion“.

 

Die ArbeitsgruppeBiologie der Metastasierungwird von Tobias Lange geleitet. Sie untersucht die zellulären und molekularen Mechanismen der hämatogenen Metastasierung solider Tumoren mit besonderem Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen Tumorzellen und ihrer Mikroumgebung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Adhäsionsmolekülen, insbesondere Integrinen und Selektinen sowie Kohlenhydraten, für die Ausbreitung solider Tumoren sowie auf der Entwicklung neuer experimenteller Ansätze zur Hemmung der Metastasierung. Darüber hinaus werden anatomische und histologische Methoden genutzt, um krankheitsrelevante Veränderungen in Geweben zu analysieren und präklinische Tumormodelle zu charakterisieren. Folgende Techniken werden eingesetzt: zell- und molekularbiologische sowie gentechnische Methoden, Histologie, Licht- und Fluoreszenzmikroskopie, tierexperimentelle Tumormodelle.

Die Arbeitsgruppe ist Teil des CCC Nord, einem von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichneten onkologischen Spitzenzentrum zwischen den Standorten Lübeck, Kiel und Hamburg (Website in Vorbereitung) und assoziiert mit dem Hamburg Prostate Cancer Consortium. Tobias Lange ist an nationalen und internationalen Forschungskooperationen beteiligt und leitet unter anderem ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt zur synergistischen Hemmung der Tumorinitiation durch kombinierte Beeinflussung von Tumorzellen und Tumorstroma. Darüber hinaus war die Gruppe Teil des DFG-Schwerpunktprogramms µBONE zur Erforschung der Mechanismen der Knochenmetastasierung. Ein neues DFG-Projekt startet Ende 2026 zur Entschlüsselung der Rolle von Glykolipiden bei der Adhäsion von Tumorzellen an Endothel.

 

Die Arbeitsgruppe „Immunregulation“ wird von Kathrin Kalies geleitet. Die AG untersucht die Rolle von Proteinpartikeln, die bei Gewebeschädigung neben klassischen Gefahrensignalen (DAMPs) entstehen. Unsere Hypothese ist, dass diese vermeintlichen Zelltrümmer nicht nur Abfallprodukte sind, sondern aktiv mitbestimmen, ob eine Entzündung anhält oder in Resolution und Gewebereparatur übergeht. Langfristig könnten sich daraus neue therapeutische Ansätze ergeben, die Entzündungen nicht nur hemmen, sondern gezielt deren Resolution fördern. 
Kathrin Kalies ist Mitglied in folgenden Forschungsverbünden: Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“(PMI), im Graduiertenkolleg 2633 „Defining and Targeting Autoimmune Pre-Disease“ und in der Forschergruppe 5930 „Autoantibodies against G protein-coupled receptors
as drivers of vasculopathies“.

 

Die Arbeitsgruppe „Klinische Anatomie wird von Imke Weyers geleitet. Als Fachärztin für Pathologie mit Schwerpunkt Dermatopathologie unterstützt sie mit ihrem Team wissenschaftlich vor allem Kooperationen mit der Hautklinik des UKSH. Darüber hinaus finden aber auch in anderen Fachbereichen klinische Studien, so z.B. über Bildgebung, Knochenersatz und neue operative Verfahren statt. Auch der Bereich klinische Fort- und Weiterbildung wird durch Hands-On-Kurse in Zusammenarbeit mit klinischen Disziplinen unterstützt (z.B. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurologie, Fußchirurgie, Viszeralchirurgie).